Donnerstag, 10. Oktober 2019

Mehr Neubau statt Mietensopp

Wenig Verständnis für das vom Mieterbund Bayern angestrengte Volksbegehren für einen Mietenstopp in Bayern zeigt Haus & Grund Bayern. „Ein solcher Mietenstopp hilft keinem Mieter, eine günstige Wohnung zu finden. Das funktioniert nur über mehr Neubau oder über Nachverdichtung“, betont Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern. Der vom Mieterbund gewählte populistische Weg verkennt bewusst die Zusammenhänge. Denn gerade die vielen dirigistischen Eingriffe in den Wohnungsmarkt verhindern den dringend benötigten Neubau.

Diese Eingriffe verhindern auch, dass private Vermieter in den Wohnungsbau investieren. „Private Vermieter wurden in den letzten Jahren immer stärker aus dem Wohnungsneubau zurückgedrängt,“ stellt Dr. Kirchhoff fest. Doch genau darin liegt eines der vielen Probleme auf dem Wohnungsmarkt. Viele Großinvestoren tummeln sich auf dem Markt, die ganz anders agieren – agieren müssen – als private Vermieter. Der Wohnungsmarkt wird durch immer stärkere Eingriffe in das Mietrecht nicht zu einem Ausgleich kommen. Es muss alles getan werden, dass mehr gebaut wird. Mehr Neubau und eine stärkere Berücksichtigung privater Vermieter sollen im Zentrum der Bemühungen stehen.